Kostenlose Kommunikationsdienste wie Skype, Twitter, aber auch Dienste zum Host und zur Verbreitung von Bildern erfreuen sich bei der privaten Nutzung großer Beliebtheit. Aber auch im Büroalltag besonders von kleineren Unternehmen (match2blue stellt hier keine Ausnahme dar) sind verschiedene Instant- Kommunikationsdienste zur schnellen Nachrichtenverbreitung populär.
Umso bedenklicher sind Meldungen über Missbrauchsfälle dieser Dienste seitens der Betreiber. Der kostenlose Bildverbreitungsdienst TwitPic sieht in seinen AGB beispielsweise vor, dass der Nutzer dem Dienst TwitPic mit dem Hochladen umfassende Rechte am Bild erteilt. Diese beinhaltet eine weltweite, kostenlose unterlizensierbare und übertragbare Lizenz, Bilder auf zahlreiche Formen weiter zu nutzen, wie hier auf Netzpolitik berichtet wurde. Zu Recht wurde dieses Thema auf Twitter und in der Blogosphäre kontrovers diskutiert.
Auch Skype hat durch seine Datenschutzpolicy bereits negativ-Lorbeeren gesammelt und nicht ohne Grund sollten Passwörter und Logindaten nicht über diesen Dienst kommuniziert werden. Hinzu kommt eine noch wesentlich erschreckendere Meldung von Heise online vom 30. Mai 2011. Offenbar hat Skype ohne Einverständnis und gegen den Willen des Nutzers Spielesoftware von „EasyBits“ als Erweiterung auf Rechnern installiert. Der Installationsprozess kann zwar vordergründig abgebrochen werden, installiert wird das Addon aber dennoch. Erst mit einem Uninstaller des Spieleherstellers „EasyBits“ lässt sich die Software wieder entfernen.
Besonders im Büroalltag wird die Nutzung kostenfreier Dienste ohne Einschränkungen problematisch. Kommunikation von empfindlichen Informationen oder rechtlich geschütztem Material über diese „kostenlosen“ Kanäle kann aufgrund von AGB’s (die sich bekanntlich in den seltensten Fällen jemand durchliest) durchaus problematisch enden. Klassischen Guidelines und Mitarbeiteraufklärung stellen einen ersten Schritt zur sicheren Nutzung dieser Infrastruktur dar. Letztlich ist jedoch auch das Verantwortungsbewusstsein und die Weitsicht jedes Nutzers gefragt. Interessant an solchen Diensten ist eben nicht nur die Frage nach dem Mehrwert, sondern auch nach deren Geschäftsmodell.
Danke an dieser Stelle an Robert und Sebastian für den Input zum Artikel



Mo, Jun 6, 2011
Allgemein, match2blue